Archiv



Halloween – Allerheiligen und Allerseelen


Hohler Kürbis oder Fülle des Lebens?

Im Religionsunterricht bei Pfarrer Alfons Dirscherl und Gemeindereferentin Edeltraud Herrmann beschäftigten sich die Kinder der
4. Klassen der Volksschule Zeitlarn mit diesem Thema. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten Windlichter. Sie beklebten Gläser mit Symbolen für das Leben, z.B. Kreuzen, Bäumen, Schmetterlingen, etc. In einem Unterrichtsgang wurden die „Lichter“ vor der Tafel der diesjährigen Verstorbenen in der Pfarrkirche abgestellt.




Halloween, mit den ungezählten „Horror“-Artikeln will einen Kult der Angst, des Schreckens und des Gruselns salonfähig machen.
Die christliche Botschaft wird von der Geburt Jesu in der Heiligen Nacht bis hin zur Begegnung mit dem Auferstandenen von der Ermunterung zur Furchtlosigkeit begleitet: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll“ (Lk 2,9).




Halloween und die entsprechenden Kostümierungen und Maskeraden erlauben sich den „Spaß“, Verstümmelung und Entstellungen des Menschen durch Narbenschminke, Kunstblut usw. zur Schau zu stellen.
Die christliche Botschaft verweist auf die Solidarisierung Jesu mit dem menschlichen Leid: „Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus“
(Mk 1,32).
Halloween mit seinen Teufels-, Vampir- und Hexenkostümierungen verharmlost die zerstörerische Wirklichkeit des Bösen.
Die christliche Botschaft warnt davor, sich Gottes gutem Wirken entgegenzustellen: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde“ (Mt 18,6).

Halloween geht leichtfertig mit der Horror-Vorstellung um, dass der Mensch im Tod keine Ruhe findet bzw. dass die Toten zerstörerisch in unser Leben eindringen.
Die christliche Botschaft spricht vom Sterben als einer Heimkehr in das „Haus meines Vaters“, ein Ausruhen in Abrahams Schoß, ein Eintreten in die endgültige „Gemeinschaft der Heiligen“: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten“ (Joh 14,2).

Halloween mit seinen Skelettkostümen, seinem Geistergeheul usw. zieht die existenzielle Konfrontation des Menschen mit Sterben und Tod ins Grotesk-Absurde.
Die christliche Botschaft enthält mit dem „Memento mori“ (Gedenke deines Todes) die Aufforderung, das Leben ernst zu nehmen: „Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören was du angehäuft hast?
(Lk 12,20).





Text und Bilder: pz