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50-jähriges Jubiläum der Konsekration der Kirche „Unsere liebe Frau zur guten Heimkehr“ in Laub  -  August 2016

Das Fest „Mariä Himmelfahrt“ zählt wohl zu den bekanntesten Marienfeiertagen und wird
von der gläubigen Bevölkerung in Ehren gehalten. Viele Kirchen – gerade auch in Bayern –
sind der Mutter Gottes geweiht und feiern am 15. August das Patrozinium. Die Lauber Marienkirche hat dabei ein ganz besonderes Patronat: „Unsere liebe Frau zur guten Heimkehr“.
  
  

Marienaltar mit der von Pfarrer Steindl gestifteten Figur

So einzigartig wie der Name ist auch die dahinterstehende Geschichte:
Es war im 1. Weltkrieg. Der Vater von Pfarrer Steindl, dem Erbauer der Kirche, war als junger Soldat in Frankreich stationiert. Aus einer brennenden Kirche rettete er eine Marienstatue und barg sie sicher in einem Koffer. Danach trug er den Koffer mit der geretteten Marienfigur fortwährend mit sich.
Als es während eines Angriffs des Kriegsgegners zu einer schweren Schießerei kam, schlug eine Kugel
in den Koffer und in die Madonna ein, blieb aber wunderbarerweise dort stecken, sodass der Soldat selbst verschont blieb.

Nach guter Heimkehr brachte er seine Lebensretterin mit nach Hause, wo sein Sohn,
Pfarrer Josef Steindl, ihr später in der neu erbauten Kirche in Laub einen Ehrenplatz gab
und das Gotteshaus nach ihr benannte.


50 Jahre ist es nun her,
dass das Gotteshaus konsekriert und damit seiner Bestimmung als Kirche zugeführt worden ist.

Die Pfarrei Zeitlarn hat dies mit
einem Festgottesdienst am
15. August gefeiert.
Zahlreiche Gläubige kamen zur Festmesse, die vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde.
  
   

der Kirchenchor der Pfarrgemeinde unter der Leitng
von Frau Sabine Lautenschlager


Bei feierlichem Orgelspiel zogen die Fahnenabordnungen und eine große Ministrantenschar in die vollbesetzte Kirche ein.

Als Gäste durften Pfarrer Josef Schießl und Gemeindereferentin Edeltraud Herrmann den Vorgänger - Pfarrer
Alfons Dirscherl sowie die beiden ehemaligen Primizianten Thomas Köppl und Ralf Heidenreich begrüßen.



Interessiert lauschten
die Gottesdienstbesucher
auch der Predigt, bei der neben Pfarrer und Gemeindereferentin
auch die Kirchenpflegerin,
Frau Elisabeth Falter, und
die Pfarrgemeinderatssprecherin, Frau Evi Brandl, mitwirkten
und über die Bedeutung der Kirche in Laub für unsere Pfarrei sprachen.
 
    

Frau Elisabeth Falter und Frau Evi Brandl
bei ihrem Vortrag


Herr Großhauser liest Auszüge aus den Briefen von
Pfarrer Steindl vor.

Herr Großhauser las ausgewählte Stellen aus den Briefen des Erbauerpfarrers vor und gewährte auf diese Weise Einblicke in das Konzept des Kirchenbaus sowie in die damit verknüpfte Idee Steindls, wie sich die Ortschaften Laub und Regendorf und somit auch die Pfarrei in der Zukunft entwickeln würden.
Weitere Informationen und Bilder stellte Pfarrer Schießl in einer Powerpointpräsentation zusammen, die nach dem Gottesdienst gezeigt wurde. Auch das Angebot, an einer Kirchenführung teilzunehmen, fand Anklang. Der von Herrn Großhauser überarbeitete Kirchenführer empfiehlt sich als Lektüre, ist äußerst informativ und zudem theologisch tiefgründig erläutert.


Bevor Pfarrer Schießl den Segen erteilte, richtete Bürgermeister Kröninger noch ein Grußwort an die versammelte Gemeinde.
Er erinnerte daran, dass er selbst als Ministrant in der Kirche in Laub seinen Dienst verrichtete und mittlerweile schon fünf Priester erleben durfte, die in der Gemeinde als Pfarrer wirkten.
Schließlich bedankte er sich bei
den Seelsorgern, die gegenwärtig in der Pfarrgemeinde tätig sind, für ihre Arbeit.
Pfarrer Schießl lobte seinerseits
das gute Miteinander von kirchlicher
und politischer Gemeinde.




Bürgermeister Kröninger bei seinem Grußwort

Der Tag war wie gemacht für ein Fest: herrliches Wetter und dazu Speisen
vom Grill, frisch zubereitete Salate, gekühlte Getränke, Kaffee und Kuchen.



große Auswahl an Speisen beim Salatbuffet




Gegrillt wurden Bratwürstl und
marinierte Schweinesteaks.



Die Kinder wurden von unseren Minis betreut.

Für Kinder gab es Spiele, wie Glücksrad
und Kinderschminken
und für die Unterhaltung sorgte
die Nachwuchskapelle der Freiwilligen Feuerwehr.

Die fleißigen Helferinnen und Helfer haben Hand in Hand zusammengearbeitet und den Gästen damit ein gelungenes Fest bereitet.



die Mädchen und Buben der Nachwuchskapelle


der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrer Leiterin
Frau Eggersdorfer


In guter Tradition wurden auch
in diesem Jahr wieder Kräuterbuschen gebunden und
zum Verkauf angeboten.

Pfarrrer Schießl segnete die Heilkräuter anschließend im Gottesdienst.







Ein von Gemeindereferentin
Herrmann aus Blumen, Buchs
und Kräutern gestaltetes „M“
zierte den Altarraum.

Segensgebet:

Du Gott der Liebe und des Lebens!
Du Schöpfer des Himmels und der Erde, der Meere und der Lüfte.
Durch dein Wort ist alles erschaffen worden und du erhältst diese Welt in deiner Liebe.
Du hast uns deine Schöpfung anvertraut, damit wir sorgsam mit ihr umgehen.
Du schenkst uns Nahrung und die Luft zum Atmen. Du lässt die wunderbarsten Kräuter und Blumen wachsen, damit wir uns an deren Schönheit und ihrer Heilkraft erfreuen können.
Den Gesunden erhältst du mit deinen Gaben in deiner Güte und den Kranken gewährst du Heilung.
Wir bitten dich aus der Tiefe unseres Herzens: Segne + diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum des Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil. Lass uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir gelangen und dereinst einstimmen in das Lob der ganzen Schöpfung, die dich preist durch deinen Sohn Jesus Christus in alle Ewigkeit. Amen.

    

   


Allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, sagen wir ein herzliches „Vergelt’s Gott“.

Möge die Kirche in Laub für uns alle
ein Ort sein, an dem wir unser Leben
vor Gott bringen dürfen.

Maria nimmt uns bei der Hand und führt uns in die Nähe Gottes.


Text: Pfarrer Josef Schießl; Bilder: Elisabeth Falter und Axel Sollich;