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Patrozinien in Laub und Zeitlarn – August 2017

Im Hochsommer feiert unsere Pfarrgemeinde das Patrozinium der Filialkirche „Maria zur guten Heimkehr“ in Laub. Diesen Festtag beging man am 15. August, dem Hochfest "Mariä Himmelfahrt", mit einem feierlichen Gottesdienst.




Altargestaltung in Laub

Pfarrer Josef Schießl eröffnete
die Messfeier.

Er erinnerte daran,
dass der 15. August nachweisbar
bereits seit
dem 5. Jahrhundert als Todestag
Mariens gefeiert wird und bemerkte dann: "Wir feiern die Feste
der
Heiligen nicht an ihrem Geburtstag, sondern am Todestag der jeweiligen Person, weil wir der festen Überzeugung sind, dass da, wo aus menschlicher Sicht alles zu Ende zu sein scheint,
aus der Sicht Gottes das wirklich Bleibende unseres Lebens erst richtig beginnt."

In ihrer Ansprache ging Gemeindereferentin Edeltraud Herrmann auf das Lied, das Maria
bei der Begegnung mit Elisabeth singt, ein, ermunterte die Zuhörer und forderte sie dazu auf:
„Soll doch dieser Festtag, an dem wir feiern, dass für Maria schon Wirklichkeit geworden ist, was uns noch bevorsteht, herausfordern und ermutigen, sie nicht nur zu verehren, sondern selber bereit
zu werden für die Ankunft Gottes in unserem Leben; ein bisschen sensibler zu werden für das Ziel unseres Lebens; ein bisschen fähiger, auch in schwierigen Situationen das Wirken Gottes zu entdecken; ein bisschen toleranter Situationen und Menschen gegenüber, die nicht so ganz
in unser Ordnungsdenken und
unsere Moralvorstellungen passen.
Je mehr es uns gelingt, uns etwas von dieser Haltung Mariens zu eigen zu machen, umso mehr werden wir Grund haben, mit ihr zu singen: ‚Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn der Allmächtige hat Großes an uns getan‘ “.
    
    

  Blumenschmuck mit Heilkräutern vor der Osterkerze


Unter der Leitung von Frau Stefanie Grünauer hatten Frauen aus unserer Pfarrgemeinde
in den Tagen vor dem Fest Kräuterbüschel gebunden. Sie wurden vor dem Gottesdienst an den Eingängen der Kirche verkauft und die Gläubigen machten regen Gebrauch von diesem Angebot.  Der Erlös kommt auch in diesem Jahr wieder einem wohltätigen Zweck zugute.

Nur wenige Tage nach dem Fest "Mariä Himmelfahrt", dem Patrozinium unserer Filialkirche in Laub, wird der Gedenktag des Patrons unserer Pfarrkirche gefeiert. Am 24. Juni ehrt die Kirche den Apostel, der während seiner Missionstätigkeit in Indien, Persien und Armenien gewirkt haben soll. Unsere Vorfahren haben sich ihn als Patron für ihre Pfarrkirche erwählt.



Altargestaltung in Zeitlarn

Am Sonntag vor seinem Ehrentag fand deshalb in Zeitlarn ein Festgottesdienst statt. Zusammen mit Pfarrer Schießl, Gemeindereferentin Herrmann und
der versammelten Gemeinde feierten auch Pfarrer Heidenreich, Pfarrer Schedl und Pfarrer Kisito Essomba Koungou, der in diesem Jahr die Urlaubsvertretung übernimmt, den Gottesdienst mit.
Der Kirchenchor hat dem Gottesdienst durch seinen Gesang eine besondere Festlichkeit verliehen.
In seiner Predigt hob Pfarrer Schießl hervor, dass Jesus erkannt habe, dass Nathanael Bartholomäus sein Herz am rechten Fleck trägt.
Unter einem Feigenbaum ruhend ist er ein Symbol für einen Menschen, der Gebet und Arbeit in Einklang bringt.

Zuletzt wandte sich Pfarrer Schießl
mit einem ermutigendem Dank
an die Gemeinde:

„Liebe Schwestern und Brüder!
Wenn ich heute in die Kirchenbänke sehe, dann sehe ich vor mir und um mich in Ihnen Menschen, die sich das Leitwort, dem unser Pfarrpatron gefolgt ist, zur Herzenssache gemacht haben.

Ihnen allen gebührt an diesem festlichen Tag ein ganz herzliches Vergelt’s Gott für Ihr Beten und Mitwirken in Rat und Tat das ganze Jahr über. Oftmals ohne große Worte, aber doch mit nicht unerheblicher Wirkung.

Und ja: Auch Ihnen wünsche ich in den Sommerwochen eine Zeit des Aufatmens und Kräftesammelns – es muss ja nicht unbedingt unter einem Feigenbaum sein… Dieser ist ja nur ein Symbol und damit eine Erinnerung an uns: Gott kann dich brauchen und er weiß um dein Innerstes – ob du gehst oder ruhst…“

   
  

Statue des Kirchenpatrons, des Hl. Bartholomäus

Text: Pfarrer Josef Schießl; Gemeindereferentin Edeltraud Herrmann: Bilder: GR Edeltraud Herrmann, pz: